Pressemitteilung zum Bürgerentscheid zum geplanten Neubau des SC-Stadions

Prioritäten der Stadt-Politik sollten bei Schulen, Wohnungen und Sozialem liegen
 
Grüne Alternative Freiburg sieht Neubau des Stadions nicht als Aufgabe der Stadt
 
GAF für Nein beim Bürgerentscheid
 
Am 01. Februar entscheiden die FreiburgerInnen in einem Bürgerentscheid, ob die Stadt Freiburg dem SportClub ein neues Stadion baut oder nicht.
In der Stadt scheint es, als seien die Fronten zwischen den BefürworterInnen und GegnerInnen sehr verhärtet. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr viele Menschen, die entweder noch unentschlossen sind oder kein großes Interesse an dieser Debatte zeigen.
Auch in der Fraktionsgemeinschaft, an der die Grüne Alternative Freiburg beteiligt ist, gehen hierbei die Meinungen auseinander: während sich Junges Freiburg (JF) für das neue Stadionkonzept ausspricht, befürwortet sich DIE PARTEI selbst.
Christoph Löffler sagt: „Daher wollen wir von der Grünen Alternative Freiburg unsere Position zur Stadion-Debatte noch einmal deutlich darstellen, warum wir am Ende zur Ablehnung des gegenwärtigen Konzepts für ein neues Stadion gekommen sind.“
 
Monika Stein betont: „Selbstverständlich begrüßen wir den von uns initiierten Bürgerentscheid für diese wichtige Entscheidung! Trotz der anfänglichen Ablehnung fast aller Fraktionen des Gemeinderats wurde er zu unserer großen Freude einstimmig beschlossen.“
Ein für die Position der Grünen Alternative Freiburg entscheidendes Argument ist die gesammelte Erfahrung aus den letzten 10 Jahren im Gemeinderat. So werden in Freiburg sehr viele wichtige Projekte nicht umgesetzt - aber nicht immer auf Grund sachlicher Argumente, sondern aus finanziellem Mangel oder zu wenig Kapazitäten.
Die Stadt ist mit dem Stadionprojekt bereit, ein langfristiges großes finanzielles Risiko einzugehen. GAF-Kassenwart Denis Radjenovic meint dazu: „Hier stellt sich für uns nun die Frage, weshalb in anderen Bereichen trotz aller Versprechen dann "nicht genug Geld da ist".“
Die Grüne Alternative Freiburg erläutert dazu: „Betrachten wir hier zum Beispiel die Sozialpolitik der Stadt, die insgesamt als unzureichend zu charakterisieren ist: so die katastrophale Wohnsituation in Freiburg, menschenunwürdige Verhältnisse der Flüchtlingsunterbringung, Schulen, die vor dem Ausbau zu Ganztagschulen auf Warteschleifen geschoben werden oder die Sozialarbeit, die in so vielen Schulen noch fehlt.“
 
Wir wünschen dem SC trotzdem viel Glück für die Zukunft. Leider sehen wir, dass die Stadt-Regierung sich zuerst ihren Kernaufgaben widmen muss, bevor der SC noch weiter unterstützt werden kann.